Der Blended Blog berichtet jede Woche über News, aktuelle Trends und Entwicklungen rund um Blended Learning, E-Learning und berufliche Weiterentwicklung.

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Change Management Einführung E-Learning

Wenn Sie sich für eine technische Lösung sowie für Formate und Inhalte entschieden haben, geht es schließlich noch darum, wie Sie das neue Lernangebot in Ihrem Unternehmen einführen. Dies ist ein wichtiger Schritt, den Sie nicht vernachlässigen sollten! Ihre Mitarbeiter könnten Vorbehalte haben oder altgediente Mitarbeiter könnten neue Anforderungen sogar als Kritik verstehen oder einem computergestützten Lernangebot gar völlig verschlossen gegenüber stehen. Es ist außerdem wichtig, dem E-Learning Raum zu geben. Wo und wann können Lerner ungestört lernen? Haben Sie alle technischen Voraussetzungen an ihrem Arbeitsplatz und können sie sich Zeit ohne Unterbrechungen nehmen? Wie kommt das bei den Kollegen an?

Aus Erfahrung weiß ich, dass hier Probleme auftauchen können, die man vorher nicht unbedingt bedacht hatte

- Kollegen „gönnen“ anderen die Lernzeit nicht, bzw. unterstellen, dass diese sich vor der Arbeit drücken wollen
- Mitarbeiter sind unsicher, wie viel Zeit sie brauchen dürfen und ob Wiederholungen drin sind
- Mitarbeiter sehen den Sinn nicht und empfinden E-Learning nur als weitere Belastung und Quelle für Überstunden
- Mitarbeiter wissen nicht, welche Kurse sie in welcher Reihenfolge aus welchem Grund durchlaufen sollen
- Mitarbeiter fühlen sich überwacht

Durch Beratungsgespräche weiß ich aus erster Hand, dass es Unternehmen und Institutionen gibt, die sogar gesonderte Lernräume eingerichtet haben, die dann aber nie genutzt wurden, weil es gegenüber den Kollegen nicht gut aussah und zu blöden Bemerkungen führte.

Kurz:
Es geht hier auch um die grundlegende, strategische Einführung oder Weiterentwicklung der Lernkultur in Ihrem Unternehmen.

Lernmodule oder auch Foren, Wikis, etc. technisch verfügbar zu machen ist die eine Seite, doch diese zu verwalten, die Lerner zur Nutzung anzuregen und ihnen auch Raum und Zeit zur Verfügung zu stellen, ist eine Herausforderung an sich. Stellen Sie den Bezug zu den Inhalten her! Beantworten Sie das „warum“ im Vorfeld! Sorgen Sie dafür, dass die neue Lernplattform sogar mit Spannung erwartet wird! Machen Sie die Vorteile klar!

Es ist wichtig, für eine gute Kommunikation im Vorfeld der Einführung zu sorgen, Auftaktveranstaltungen einzuplanen und den Mitarbeitern den Umgang mit der Lernplattform zu erklären - und auch, was auf HR-Seite mit den Daten gemacht wird! Sie sollten Ihren Mitarbeitern auch den Sinn hinter Ihren Bemühungen veranschaulichen. Ich versichere Ihnen, dass ein E-Learning-Modul noch so gut sein kann - wenn ein Mitarbeiter als einzige Information von seinem Teamleiter gesagt bekommt „hier sind übrigens deine Anmeldedaten und der Link zur neuen Lernplattform, Du musst bis zum Jahresende die E-Learning-Kurse bestanden haben, die auf dort auf Deiner Liste stehen oder Deine Beurteilung wird negativ ausfallen“, wird er mit Sicherheit nicht offen dafür sein, gerne neue Fähigkeiten erlernen zu wollen. 

Sie sparen mit E-Learning im Vergleich zu Präsenztrainings eine Menge Zeit - doch geben Sie Ihren Mitarbeitern auch explizit die nötige Zeit für die entspannte Nutzung der E-Learning-Module!


Darüber hinaus sollte es möglich sein, Fragen zu stellen oder sich untereinander auszutauschen. Im E-Learning ist jeder Lerner zunächst einmal auf sich alleine gestellt. Daher sollten Sie für Ansprechpartner bei Fragen und Unsicherheiten sorgen, die direkt und kritiklos bei Fragen zur Verfügung stehen können. Self-Assessements sind ein weiteres Tool in diesem Zusammenhang.

Es gibt Mitarbeiter, die von sich aus sehr gerne, eigenständig und proaktiv lernen und sich auch selbsttätig weiterbilden, andere aber müssen an die Hand genommen werden. Für diese kann sich ein (internes) Coaching oder Mentoring lohnen, in welchem ein Lernplan für diese entwickelt wird und zwischendrin Fortschritte bespricht. Lerner unterscheiden sich auch darin, wie sie neue Informationen umsetzen und auf die Praxis beziehen. E-Learning kann durch praktische Bezüge zwar einiges hierfür bereitstellen, dennoch kommt es immer auf den Lerner an, was er anschließend damit macht. Hierfür sind Blended Learning-Formate eben sinnvoll, weil so in beide Richtungen Nachfragen möglich sind und der Trainer die Möglichkeit hat, zu beurteilen, ob die Inhalte angekommen sind und auf die Alltagsaufgaben transferiert werden. Diese Möglichkeit haben Sie im E-Learning eingeschränkt durch Quizze und interaktive Übungen, die über die üblichen Multiple Choice-Fragen hinaus gehen. Ergänzend können Sie o. g. Coaching oder Mentoring nutzen, Lerngruppen oder auch Buddys. Nutzen Sie Ihre vorhandenen internen Ressourcen, um das E-Learning lebendig zu machen.

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Gute Lernmodule, Konzeption E-Learning

Für den Lernerfolg sollten grundlegende didaktische (lerntheoretische) Gesichtspunkte beachtet werden. Auch bei der Auswahl der Inhalte und der Medien ist einiges zu beachten. E-Learning lebt von seiner Interaktivität und hebt sich damit von reinen Präsentationen (Frontalunterricht) wie durch reine Videos z. B. ab.

Damit ein Lernmodul zügig, aber dennoch gut strukturiert mit sinnvollen Abläufen und einschlägigen Inhalten produziert werden kann, sind mehrere Schritte vorher sinnvoll:
- Grobkonzept
- Feinkonzept
- Drehbuch

Wenn Sie selbst Module produzieren wollen, sollten Sie darüber Bescheid wissen und verschiedene Optionen kennen. Wenn Sie E-Learning-Module von einer Agentur nutzen wollen, ist es ebenfalls ratsam, zu wissen, was das Konzept enthalten sollte, um beurteilen zu können, unter welchen Gesichtspunkten dieses Modul erstellt worden ist. Auch wenn es selbstverständlich sein sollte, dass Sie sich bei einer professionellen Agentur hierüber keine Gedanken zu machen brauchen sollten, kann ich Ihnen aus langjähriger Erfahrung versichern, dass dem leider nicht so ist. Es kommt oft vor, dass dem Kunden beim Pitch ein herkömmliches didaktisches Konzept vorgelegt wird, das immer wieder recyclet wird und bei der anschließenden Produktion nicht mehr beachtet wird. Sehen Sie hier bitte genau hin, wenn Sie ein effizientes E-Learning-Modul haben wollen, das auch Veränderungen und neue Verhaltensweisen bei Ihren Mitarbeitern hervorbringt. Darüber hinaus erhalten Sie in der Regel Feinkonzept und Drehbuch zur Abnahme durch Sie und daher ist es gut, wenn Sie diese nachvollziehen können und Anhaltspunkte zur Beurteilung haben.

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Schon bald startet das diesjährige Corporate Learning Camp in Frankfurt mit vielen spannenden Themen und Diskussionen rund ums Lernen, E-Learning und Blended Learning in Unternehmen. Veranstaltet wird das CLC von Hessenmetall, der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände VhU und der Frankfurt University of Applied Sciences FAU. Die Veranstaltung richtet sich an Learning bzw. E-Learning Experten in Unternehmen. Alle Themen rund ums Lernen im Unternehmen und lernende Unternehmen sind hier willkommen.

Das Corporate Learning Camp wird im beliebten Bar Camp-Format abgehalten, d. h. alle Teilnehmer können sich mit einem eigenen Thema einbringen. Die sog. Sessions mit einer Länge von 45 Minuten finden parallel in verschiedenen Räumen statt, die Teilnehmer können frei zwischen den Veranstaltungen wählen und springen. Die Themen kreisen für gewöhnlich um Best Practice Beispiele wenn es um die Mitarbeiterschulung in Unternehmen geht, um neue E-Learning Formate und verschiedene Ansätze von Blended Learning bis hin zu Social Learning oder Mobile Learning. Da die Themen von jedem Teilnehmer eingebracht werden können, darf man auch auf neue und innovative Themen rund ums Lernen in Unternehmen gespannt sein.

Das CLC146 finden am 13.10.2016 und am 14.10.2016 in Frankfurt in der Frankfurt University of Applied Sciences am Niebelungenplatz 1 statt. Beginn ist am 13. um 10 Uhr, am Freitag um 9 Uhr. Es endet am Freitag um 16 Uhr. Die Schutzgebühr beträgt regulär 45 Euro.

Anmeldung: Xing-Events

Um sich an der Vorab-Diskussion und an Themenvorschlägen zu beteiligen, können Sie sich auf dieser Webseite registrieren und ein eigenes Profil erstellen.

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Learnblend bietet Ihnen Beratung und Konzepte zur aktiven Selbst-Entwicklung Ihrer Mitarbeiter. Extra: die intelligente Suche und der persönliche Bereich des Online-Lernangebots von Learnblend ermöglicht eine personalisierte, aktive Selbstentwicklung der Nutzer!

Mitarbeiter-Entwicklung ist zu einem eigenen Unternehmensbereich in größeren deutschen Firmen geworden. Doch wollen die Mitarbeiter überhaupt enwickelt werden? Oftmals sieht es in der Praxis leider so aus, dass Mitarbeitern eines Unternehmes bestimmte Trainings und E-Learning-Kurse verpasst werden, an denen sie gar kein Interesse haben und oftmals selbst nicht erkennen können, wie diese ihnen auf ihrem Karriere-Weg weiterhelfen sollen. Pflichtkurse sind dabei oftmals eher langweilig und sorgen für Frust, wenn sie einfach als Zeitverschwendung betrachtet werden, während sich die eigentliche Arbeit auf dem Schreibtisch türmt.

Auf der anderen Seite wünschen sich Angestellte oftmals viel mehr Möglichkeiten zur Weiterbildung, die vom Unternehmen gefördert wird. Ob Fortbildung oder auch einfach nur auf dem aktuellen Stand im eigenen Fachgebiet zu bleiben - Umfragen haben ergeben, dass Mitarbeiter durchaus motiviert sind, Neues zu lernen und ihre Kompetenzen zu erweitern.

Wie also findet man die richtige Balance zwischen dem, was die Führungsebene als Pflicht-Schulungen wichtig erachtet und was die Mitarbeiter aus eigener Motivation lernen wollen? Und vor allem - wie können Lernangebote in den Unternehmensablauf integriert werden ohne Zeitverluste?

Ich habe in den vergangenen Jahren mit den Verantwortlichen für die Mitarbeiterentwicklung aus ganz unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen gesprochen. Darunter E-Learning-Verantwortliche im Öffentlichen Dienst, für Versicherungsverbände aber auch aus Industrie, IT und Handel.

Der Grundtenor:
Mitarbeiter wollen Neues lernen, wenn es den eigenen Karrierezielen und Aufstiegsmöglichkeiten dient
Mitarbeiter fühlen sich oftmals unter Druck, zum Lernen am Arbeitsplatz neben den täglichen Aufgaben auch noch Zeit aufbringen zu müssen
Mitarbeiter sind nicht immer begeistert davon, wenn sie zu einem externen Seminarort fahren sollen, schon gar nicht, wenn dies mit einer Übernachtung verbunden ist
Auch In-house-Seminare bringen das Problem mit sich, dass die Zeit für die Teilnahme von anderen wichtigen Terminen und Aufgaben abgeschöpft werden muss. Wird der Sinn der Schulung nicht erkannt, sind Demotivation und lustlose Teilnehmer vorprogrammiert.
Auch wenn mit dem direkten Vorgesetzten sog. Zielvereinbarungen getroffen werden und im Rahmen eines solchen Mitarbeitergesprächs auch Workshops oder Online-Lernmodule vereinbart werden - der Mitarbeiter sieht das häufig nur als zusätzliche Belastung, während das Training von Skills, welche er gerne für den Job verbessern würde häufig abgelehnt werden.

Selbst-Entwicklung

Im Online-Bereich geht der Trend zur Mikro-Personalisierung. Warum also nicht auch im E-Learning?
- Aktive Suche nach Lernangeboten, statt passivem Abarbeiten
- Vorschläge nach Interessen und Stichworten
- Persönlicher Bereich

Letztenendes weiß jeder Mitarbeiter am Besten, welche Fortbildung und welche Fähigkeiten er für seinen Job noch braucht. Vorgesetzte und Mitarbeiterentwicklung sollten eher als Lotse oder Coach wirken, den Mitarbeiter in die richtige Richtung zu führen - aber dahin, wo er hin will! Oder wollen sie, dass die Interessen, latenten Fähigkeiten und ehrgeizigen Ziele Ihres Mitarbeiters aus Frust in einem anderen Unternehmen eingesetzt werden sollen? Es kündigen mehr Mitarbeiter wegen eines Mangels an Fortbildungen, als Sie vielleicht denken! Jeder will sich verbessern und weder über- noch unterfordert sein, schon gar nicht wegen einem Mangel an Know-how, Wissen und Fähigkeiten, die trainiert werden können.

Wenn die eigenen Interessen und Fähigkeiten mit einem passenden Maß an Herausforderung gekoppelt werden, sind Mitarbeiter am motiviertesten und zufriedensten.

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